Über das Projekt
Vielfalt-begleiten.NRW ist die landesweite Transferstelle für die Qualifizierung und den Einsatz von Integrationsbegleiterinnen in Kitas und der Offenen Ganztagsschule. Getragen wird sie von der gemeinnützigen Grone-Bildungszentren Nordrhein-Westfalen GmbH in Dortmund, gefördert durch das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Geschichte des Projekts
Aus einem Hilferuf der Kitas wurde ein Modell für ganz NRW.
Was heute als landesweite Transferstelle arbeitet, begann als Antwort auf eine ganz konkrete Situation in ostwestfälischen Kitas – und wuchs über zehn Schulungsrunden zu einem erprobten, evaluierten Konzept.
Der Anstoß kommt aus der Praxis
Mit den Fluchtbewegungen kommen viele Kinder neu nach Deutschland – und zum ersten Mal in eine Kita. Familien kennen das deutsche Bildungssystem noch nicht, Sprachbarrieren erschweren den Vertrauensaufbau, und die Teams in den Einrichtungen stoßen an ihre Grenzen. Aus vielen Kitas kommt dieselbe Rückmeldung: Ohne zusätzliche Unterstützung geht es nicht.
Die AWO OWL startet das Modellprojekt
Die Arbeiterwohlfahrt Ostwestfalen-Lippe bringt zusammen, was zusammengehört: ihre Erfahrung aus rund 120 eigenen Kitas und Familienzentren und ihre Fachdienste für Migration und Integration. Die Leitidee: Wer Integration selbst erlebt hat, kann am besten zwischen Einrichtungen und zugewanderten Familien vermitteln. In Bielefeld beginnt die erste Schulung für Integrationsbegleiterinnen.
Vom Modell in die Fläche
Schritt für Schritt kommen neue Standorte und Bildungsträger hinzu – von OWL über das Ruhrgebiet bis ins Siegerland und Bergische. Ein NRW-weites Monitoring begleitet den Werdegang der Teilnehmerinnen, Arbeitskreise und Qualitätssicherung halten alle Standorte auf einem gemeinsamen Stand. Ende 2024 startet in Bielefeld bereits die zehnte Schulungsrunde.
Zehn Runden, eine Bilanz
Die zehnte Runde schließt mit zwanzig erfolgreichen Absolventinnen ab. Das Konzept ist erprobt, dokumentiert und evaluiert – viele Frauen gehen direkt im Anschluss in Beschäftigung.
Eine Transferstelle für ganz NRW
Damit das Erreichte wächst, führt heute eine eigene Transferstelle das Projekt weiter – getragen von den Grone-Bildungszentren NRW im Auftrag des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie teilt Curriculum, Materialien und die Erfahrung aus zehn Durchgängen mit neuen Standorten in allen Regierungsbezirken – und erschließt mit der Offenen Ganztagsschule bis 2027 ein neues Einsatzfeld.